Die vier besten Digitalpianos für Anfänger und Einsteiger

Anfänger sind meist nicht bereit mehrere tausend Euro für ein Instrument auszugeben — aus diesem Grund testen wir in dieser Test Kategorie lediglich E-Pianos welche nicht teurer als 500€ sind und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis besitzen. Für jeden Pianisten ist zudem die Klaviatur wichtig — besonders für Anfänger sollte diese jedoch einen nicht zu leicht gängigen Anschlag besitzen, da sonst der Umstieg auf ein echtes Klavier — oder ein E-Piano mit guter Klaviatur — sehr mühsam sein kann. Schlimmer noch, es kann sein, dass sich auf Grund der leichten Klaviatur eine unergonomische Spieltechnik angeeignet wird, welche sich nur sehr mühsam abgewöhnen lässt. Grade zu Zeiten des Homerecordings hat aber nicht jeder den Anspruch später einmal einen Konzertflügel zu spielen — für all jene eignen sich Keyboards mit Digitalpiano-Charakter, in unserem Test das Yamaha NP-11 und NP-31.

1Unser Testsieger ist das Yamaha P-35B, es erhält unsere volle Kaufempfehlung! Das Digitalpiano punktet zum einen durch seine – relativ zum Preis gesehen – gute Tastatur (der Profi wird hier zwar aufschreien, da eine der schlechteren Yamaha Klaviaturen verbaut ist.. aber diese finden wir für Anfänger vollkommen ausreichend!) und ebenfalls durch seinen guten Yamaha Flügel-Klang. Durch dies in Kombination mit einer sehr einfach Bedienung heißt das Motto des E-Pianos: Anschalten – Losspielen – Spaß haben! Folgende Ausstattungsmerkmale besitzt das elektronische Klavier:

  • Polyphonie: 32 stimmig
  • Effekte: 4 verschiedene Reverb Typen
  • Anschlüsse: Unter anderem MIDI In/Out, Sustain-Pedal Eingang, Netzteilanschluss
  • Anschlagdynamik: 4 verschiedene Stufen

Mehr Details in unserem Test des Yamaha P-35B

2Das Yamaha NP-11, eigentlich ein Keyboard, ist unser Preis-Leistungs-Sieger — für alle deren Ziel nicht das “echte” Klavier und desseren schwere Tasten ist, reicht die Klaviatur des Geräts aus. Das beste Argument für das Gerät ist allerdings der äußerst geringe Preis! Der Klang des Keyboard ist ebenfalls vollkommen OK, was beim Haus Yamaha auch nicht verwunderlich erscheint. Das Gerät besitzt folgende Ausstattungsmerkmale:

  • Polyphonie: 32 stimmig
  • Effekte: Hall, Transposer
  • Anschlüsse: Unter anderem Kopfhöreranschluss, Midi IN/OUT

Mehr Details in unserem Test des Yamaha NP-11

3Der große Bruder des NP-11 ist das Yamaha NP-31. Es besitzt mit 76 Tasten 15 mehr als jenes. Das Gerät ist ebenfalls ein keyboardähnliches Digitalpiano — soll heißen wer keine Graded Hammer Mechanik benötigt, aber trotzdem nicht auf hochwertigen Klavierklang verzichten möchte ist mit dem Kauf des Objekts gut beraten. Folgende Ausstattungsmerkmale besitzt das Digitalpiano:

  • Polyphonie: 32 stimmig
  • Effekte: Hall, Transposer
  • Anschlüsse: Unter anderem Kopfhöreranschluss, Midi IN/OUT
Mehr Details in unserem Test

4 Mit seinen stolzen 47 kg belegt das Thomann DP-30 unseren Platz vier. Homepiano Optik und schwere Klaviertasten machen es zum Klavierersatz des kleinen Geldbeutels. Die Tasten sind leider etwas laut und unangenehm hörbar, sobald man die Lautstärke zu weit runter dreht – Aufnahmen sind dank des Stereo out natürlich trotzdem möglich. Folgende Ausstattungsmerkmale hat das Gerät:

  • Polyphonie: 64-stimmig
  • Effekte: Verschiedene DSP Effekte
  • Anschlüsse: Stereo Aux out, Kopfhörerausgang, MIDI in/out USB Port

Mehr Details in unserem Test des Thomann DP-30

Im Bereich Digitalpiano und E-Piano für Anfänger haben wir folgende Geräte für Euch getestet

Yamaha P-35B
Yamaha NP-11
Thomann DP-30
Yamaha NP-31

Hintergrundinformationen

HammermechanikPolyphonieAnschlagdynamik
Als Klaviermechanik, Anschlagmechanik oder auch Hammermechanik wird bei einem akustischem Klavier eine Hebelkonstruktion bezeichnet, bei welcher per Tastendruck Hämmer gegen die Saiten eines Klaviers geschlagen werden, damit diese in Schwingung versetzt werden. Historisch geht die Entwicklung der Hammermechanik aus einer Kombination der Mechaniken von Cembalo, Clavichord und Hackbrett (ein Instrument bei welchen der Spieler Saiten mittels sogenannter Schlägel in Schwingung versetzt) hervor. Um 1700 versuchten dann verschiedene Instrumentenbauer, jene Technik von Schlägeln welche Saiten zum Schwingen bringen durch eine Klaviatur zu mechanisieren.

So kam es zunächst zur Tangentenmechanik, einer „Hammermechanik” bei welcher lediglich die Hämmer fehlen. Andere Techniken zum mechanischen Anschlagen der Seite sind Single Action, Double Action, die Prellmechanik, die Prellzungenmechanik mit Einzelauslösung, die Oberschlägige Mechanik, die Stoßzungenmechanik, als auch die Repetitionsmechanik.

Die Repitationsmechnik ermöglicht, wie ihr Name bereits verrät, ein schnelles Repetieren von Tönen. Sie stellt den momentanen Stand in der Entwicklung der mechanischen Hammermechanik dar.

Beim Digitalpiano muss keine Saite zum Schwingen gebracht werden, es muss lediglich ein Sensor ausgelöst werden. Ist der Spieler ein normales Klavier gewöhnt, so bereitem ihm Lasche Tasten ein unauthentisches Spielgefühl — die Tasten sind ungewichtet. Durch diverse Techniken wird deshalb versucht einem digitalen Klavier ein echtes Spielgefühl zu verleihen, sodass die Tasten gewichtet sind. Zum Einsatz kommt hierbei vor allem die Graded Hammer Action.

Wie in unserer Fachbegriffe-Seite erklärt, beschreibt die Polyphonie eines digitalen Instruments die Fähigkeit, mehrere Töne gleichzeitig abzuspielen. Vor allem zu Beginn der Digitaltechnik waren die Möglichkeiten hierbei sehr beschränkt, sodass bei Samplern meist sehr geringe Polyphonie-Werte anzutreffen waren. Für ein realistisches Spielgefühl wie auf einem Klavier ist es natürlich nicht tragbar, dass ein Ton abgebrochen wird wenn mehr als 8 Töne erklingen. Die heutigen Digitalpianos sind meist 32 bis 64 stimmig polyphon.
Ein Digitalpiano hat keine Hammermechanik wie ein echtes Klavier. Um trotzdem ein ausdrucksstarkes Spiel zu ermöglichen, kommen Sensoren zum Einsatz welche die Stärke des Tastendrucks erkennen Können.  Je nach Typ unterscheidet sich diese Anschlagdynamik durch die Anzahl der Stufen, meist können diese im Menü des Geräts auch in Light, Medium und Hard eingeteilt werden.